Wo einst Rinder, Schafe und Schweine weideten – der ehemalige Gräfelfinger Hutewald

Der BUND Naturschutz, OG Würmtal-Nord, hat es sich zur Aufgabe gemacht, den ehemaligen Gräfelfinger Hutewald auf dem Gelände des Evang. Handwerkerverein e.V. wiederherstellen. Es handelt sich um ein rund 3 ha großes Gebiet mit einer zentralen Wiese und Mischwald. Wie unsere Recherchen ergaben, wurde das Areal in früheren Zeiten als Waldweide genutzt. Dafür spricht der Bestand an älteren Stiel-Eichen, die sich im Laufe der Zeit verjüngt haben. Auch andere für eine Waldweide typische Baumarten sind vorhanden: Hainbuche, Wildapfel und Rotbuche. Nachdem die Beweidung gegen Ende des 19. Jahrhunderts aufgegeben wurde, haben sich schnellwüchsige Baumarten, vor allem Birken, Sal-Weiden und Fichten, aber auch Kiefern, ungehindert ausgebreitet. Das hat zur Folge, dass die Eichen in ihrer Entwicklung stark behindert werden. Die Äste sterben im unteren Bereich ab, die Kronen verkümmern. Diese Eichen wollen wir erhalten und in den nächsten Jahren nach und nach freistellen – von Konkurrenzbäumen befreien. Gleichzeitig soll die Verjüngung der Eichenbestände gefördert werden.

Mit dem Erhalt junger und älterer Eichen hoffen wir, einen wertvollen Lebensraum für viele, auch bedrohte Tier- und Pflanzenarten zu schaffen und dem Artenschwund zumindest in unserem Umfeld entgegenzuwirken. Zudem wollen wir eine „Eichenbrücke“ zum nahegelegen Klosterwald mit seinen zahlreichen Alteichen herstellen.

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