Eröffnung Gräfelfinger Hutewald

Zum Tag des Baumes, 25. April 2026, lud der Vorstand der OG Würmtal-Nord zur feierlichen Eröffnung des Gräfelfinger Hutewalds ein. Nach fast zwei Jahren intensiver Planungen und Vorbereitungen konnten wir der Öffentlichkeit unsere ersten Ergebnisse präsentieren. Durch die Fällung von rund 50 v.a. Fichten und Kiefern, aber auch etlicher schnellwüchsiger Laubbäume, ist es uns gelungen, die ersten Stiel-Eichen freizustellen und ihnen so mehr Licht und Luft zu geben. Damit wollen wir den Eichen ein längeres Leben ermöglich und so die Artenvielfalt vor Ort fördern.


Mit Ersatzleistungen aus dem Landkreis München (Untere Naturschutzbehörde) konnten wir eine regionale Baumpflegefirma mit den ersten Fällarbeiten beauftragen, die Nadelbäume mit zwei Rückepferden aus dem Wald transportieren, die Stämme zerkleinern und all das, was wir nicht weitergeben konnten, häckseln. Eine der dicksten Eichen auf dem Gelände musste mit einer Gewindestange gesichert werden. Aufgrund eines tiefsitzenden Zwiesels hatte sich ein Riss mit einer gravierenden Höhle gebildet. Die Maßnahme war erforderlich, damit der Baum bei Sturm nicht auseinanderreißen kann. Bei all diesen Tätigkeiten hat ein kleines Team aus dem Vorstand tatkräftig mitgeholfen.

Rechtzeitig zur Eröffnung haben wir eine Infotafel über die Bedeutung von Hutewäldern und alten Eichen sowie über den achtsamen Umgang mit diesen wertvollen Habitatbäumen aufgestellt. Auf dem Gelände herrscht keine Verkehrssicherheitspflicht, jeder Besucher ist selbst für sich verantwortlich. Waldtypische Gefahren, zu denen auch das Kronentotholz der alten Eichen zählt, gehören zu einem naturnahen Wald und werden nicht entfernt. Um das Unterqueren von Habitatbäumen zu verhindern, werden wir nach und nach dauerhafte Benjes-Hecken an entsprechenden Stellen errichten. Auch soll im Sommer ein „Käferkeller“ gebaut werden, in dem Käfer in allen Entwicklungsstufen Unterschlupf finden können. Auf diese Weise hoffen wir, die Vielfalt geschützter Käfer zu sichern und zu vermehren.
Auch das Thema Beweidung werden wir in diesem Jahr angehen, damit die freigestellten Bäume dauerhaft ohne Unterwuchs bleiben. Das Ergebnis wird dann eine Mischung freistehender Bäume mit Offenland sein – die klassische Waldweide.
Wenn Sie die Arbeiten der OG Würmtal-Nord im Gräfelfinger Hutewald finanziell unterstützen möchten, freuen wir uns über eine Spende unter:
BUND Naturschutz in Bayern e.V., Ortsgruppe Würmtal-Nord, DE49 7025 0150 0029 3657 23, Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg BLZ 702 501 50.

